Bewußt anders kommunizieren – Abschluß als Seniorenbegleiter*in

Herzlich willkommen auf der Seite des Protestantischen Dekanats Frankenthal (Pfalz) zur Ausbildung als freiwillige Seniorenbegleiterin / freiwilliger Seniorenbegleiter.

gespräche unterscheiden sich

Viele Gespräche drehen sich um Alltägliches – andere gehen tiefer: Menschen fühlen sich ermutigt, getröstet, schließen Vergangenes ab und finden neue Wege. Für solche Gespräche braucht es Offenheit, die Fähigkeit, zuzuhören und die Bereitschaft, dem Anderen den Raum dafür zu geben, seine eigene Lösung zu finden. Diese wertschätzende Kommunikation ist das Thema der Ausbildung. Dabei geht es neben den Grundlagen darum, diese Haltung zu seiner eigenen zu machen.

ausbildung für sich, für ein Ehrenamt, für den familiären Bereich

Mit jemand Fremdem über dessen Leben ins Gespräch kommen, zwischen Tür und Angel, wenn uns jemand sagt, wie es ihm geht, bei der Pflege zuhause oder bei Besuchen – oft tut es anderen gut, wenn wir wirklich bei ihnen sind. Der Kurs ist außerdem ein guter Einstieg ins bürgerschaftliche Engagement. Das setzt voraus, mit anderen gut umgehen zu können – aber auch mit sich selbst. Seine eigene Rolle zu finden, ob privat oder im Ehrenamt, ist ebenfalls Schwerpunkt des Kurses.

zertifikat als seniorenbegleiterin/seniorenbegleiter

Am Ende des Kurses gibt es die Möglichkeit, ein Zertifikat als Seniorenbegleiterin bzw. Seniorenbegleiter zu erhalten. Ehrenamtliche Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter, die wir seit 2011 ausbilden, nutzen den Kurs für ihre Besuche bei Einzelnen, für die Leitung von Gruppen oder für kulturelle und gesundheitsbezogene Projekte zum Beispiel. Als Ausbildung in Gesprächsführung und Begleitung ist die Ausbildung auch für viele weitere Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements interessant.

Informationen zur Seniorenbegleiter-Ausbildung und zum nächsten Kurs gibt es auf den folgenden Seiten.

Beim Kurs geht es um die Begegnung von Mensch zu mensch

Ausgangspunkt für eine bewußt andere Kommunikation  ist die Dialog-Philosophie Martin Bubers. Für Buber werden wir erst durch den Kontakt zu unserem  Gegenüber zu dem, der wir wirklich sind. Die Voraussetzung dafür sind  Gespräche von Mensch zu Mensch.

Für Martin Buber ist alles wirkliche Leben Begegnung. In der unvoreingenommenen  Begegnung mit anderen erfahren wir etwas über die Vielfalt des Lebens. Wir erfahren zum Beispiel, unter welchen Bedingungen andere Generationen gelebt und wie sie ihr Leben gemeistert haben. Wirkliche Gespräche verändern unsere Sicht auf das Leben.

Die Seniorenbegleiter-Ausbildung beruht darauf,  daß zwei Menschen  sich wirklich begegnen. Beide läßt das Gespräch nicht unverändert. In ihren Gesprächen und Begegnungen nehmen die Teilnehmenden sich zurück und lassen dem Raum, was sich bei ihrem Gegenüber entwickeln will.

Was immer

in anderen Bereichen

der Sinn des Wortes

»Wahrheit« sein mag,

im Bereich des Zwischenmenschlichen

bedeutet es,

dass Menschen

sich einander mitteilen

als das was sie sind.

Martin Buber